Die Lösung: EYEMATE®

EYEMATE® System

Das EYEMATE® System besteht aus einem implantierbaren, biokompatiblen Mikrosensor zur telemetrischen Augeninnendruckmessung, der dauerhaft im Auge des Patienten verbleibt, ohne die Sehfähigkeit oder das allgemeine Befinden des Patienten zu beeinträchtigen. Ein permanenter Verbleib des Implantates ist insofern sinnvoll, da es sich bei dem Glaukom um eine chronische Erkrankung handelt, welche bis zum Lebensende des Patienten behandelt und entsprechend überwacht werden muss. Die Messung des Augeninnendrucks durch das Implantat wird über ein externes Handgerät veranlasst, welches durch ein äußerst schwaches und ungefährliches magnetisches Feld den Mikrosensor aktiviert. Sogleich wird die Augeninnendruckmessung berührungslos durchgeführt, der Messwert auf das externe Handgerät gefunkt, dort angezeigt und gespeichert. Die Bedienung dieses Patientenhandgerätes ist für den Patienten äußerst einfach und unkompliziert. Mittels eines GSM-Moduls am Handgerät werden die Daten über eine kabellose Telefonleitung auf eine internet-basierte Datenbank übertragen. Der Arzt hat somit die Möglichkeit, jederzeit auf die Daten zuzugreifen und sich über den Krankheitsverlauf des Patienten zu informieren bzw. er kann automatisierte Warnmeldungen erhalten, wenn er mögliche Vorkommnisse hinterlegt, die einen solchen Alarm auslösen sollen. Über eine EYEMATE® Smartphone-App erhält der Patient ebenfalls Zugang auf diese Datenbank und verfolgt damit den Verlauf seines Augeninnendrucks und erkennt selbst, falls ein zu hoher Druck vorliegt. Darüber hinaus kann die EYEMATE® App als effektives Kommunikationstool zwischen der Augenarztpraxis und dem Patienten dienen. Zudem kann dort ein elektronischer Medikationsplan hinterlegt werden, welcher den Patienten automatisiert daran erinnert, wann er welche Medikamente zur Glaukombehandlung anwenden muss.

Solution: Eyemate® for telemetric IOP measurement and glaucoma monitoring

 

Unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten und Produktausführungen

Es gibt eine Vielzahl von Glaukom-Formen und unterschiedliche Patientensituationen, welche verschiedene Ausführungsformen des EYEMATE® Mikrosensors erfordern. IOP hat das Ziel für alle Glaukom-Situationen eine entsprechende Lösung für den Patienten, aber auch dem Augenchirurgen anzubieten.

  • EYEMATE®-IO, intraokularer Mikrosensor zur Augeninnendruckmessung bei Patienten mit primären Offenwinkelglaukom
    In der abgeschlossenen klinischen ARGOS-02 Studie wurde der Mikrosensor im Rahmen einer ohnehin stattfindenden Katarakt-Operation mit implantiert. Ca. 15% der Patienten, bei denen eine Katarakt-Operation durchgeführt wird (allein in Deutschland aktuell ca. 800.000 pro Jahr), leiden gleichzeitig an einem Glaukom und sind somit mögliche Kandidaten für dieses Produkt. Eine Ko-Implantation des EYEMATE®-IO Sensors bei der Katarakt-OP ist aus chirurgisch Sicht sehr einfach durchzuführen und bedeutet keinen wesentlichen zeitlichen Mehraufwand für den operativen Eingriff und erhöht das Patientenrisiko nicht wesentlich.Prinzipiell kommt der EYEMATE®-IO Sensor auch für die beträchtliche Zahl von Patienten in Betracht, bei denen bereits in der Vergangenheit eine Katarakt-Operation durchgeführt wurde. Chirurgisch vergleichbar wäre die Implantation des EYEMATE®-IO mit der Platzierung einer sogenannten Add-on IOL (Intraokularen Linse). Der Einsatz für diesen Patientenkreis wird künftig in einer eigenen klinischen Studie erprobt werden, mit dem Ziel auch dieses Patientensegment zu adressieren.
  • EYEMATE®-IO, intraokularer Mikrosensor zur Augeninnendruckmessung bei Keratoprothese- und Keratoplastik-Patienten
    Im Rahmen der abgeschlossenen ARGOS-KP01 Studie wurde der EYEMATE®-IO Sensor bei Keratoprothese-Patienten erprobt. Bis zu 90% der Patienten, welche eine Hornhautprothese erhalten, leiden an einem erhöhten Augeninnendruck (Sekundär-Glaukom), was für diese Patienten die fatale Konsequenz einer sehr schnellen Erblindung haben kann. Konventionelle Methoden zur Augeninnendruckmessung funktionieren bei diesen Patienten nicht. Deshalb ist eine permanente Drucküberwachung zur Erkennung von Druckkrisen von enormer Bedeutung. Die Implantation des EYEMATE®-IO Sensors erfolgt im Rahmen der ohnehin vorgenommenen Keratoprothese-Operation. Damit kann der Augeninnendruck vom ersten Tag an gut überwacht und auf Druckanstiege sofort therapeutisch reagiert werden.Eine ähnliche Problematik stellt sich bei Hornhauttransplantations-Patienten (Keratoplastik). Bei bis zu 40% dieser Patienten liegen post-operativ erhöhte Augeninnendrücke vor. Im Vorfeld kann nur sehr schlecht prognostiziert werden, bei welchen Patienten dies eintritt. Auch hier ist eine konventionelle Überwachung des Augeninnendrucks nicht praktikabel. Eine schnelle und genaue Erkennung von erhöhtem Augeninnendruck kann durch entsprechende therapeutische Maßnahmen die Gefahr einer Abstoßung der Spenderhornhaut, einer Verschlechterung des Gesichtsfeldes des Patienten und weiterer post-operativen Risiken deutlich verringern. Der EYEMATE®-IO Mikrosensor wird im Zuge einer perforierenden Hornhauttransplantation mit implantiert, hilft insbesondere die sehr kritische post-operative Phase bei diesen Patienten zu überwachen und ermöglicht ein langfristiges Vermeiden von druckbedingten Schädigungen am Auge. Aktuell befindet sich die ARGOS-PKP01 Studie in der Vorbereitung, welche in Kürze beginnen wird.
  • EYEMATE®-EO, extraokularer Mikrosensor zur Augeninnendruckmessung bei Patienten mit primären und sekundären Glaukomformen
    Es gibt eine beträchtliche Zahl an Patienten, bei denen die intraokulare Platzierung des EYEMATE®-IO nicht möglich ist. Speziell bei noch „phaken“ Glaukompatienten ist noch kein kataraktchirurgischer Eingriff erfolgt und auch nicht geplant. Diese Patienten besitzen ihre menschliche Linse noch, weshalb es aus physiologischen Gründen nicht möglich ist den Mikrosensor intraokular zu platzieren. Es gibt auch das Subsegment von Engwinkelglaukom-Patienten. Auch hier ist eine Platzierung des EYEMATE®-IO im Auge nicht angeraten, weil es aus anatomischen Gründen zu einer Verschärfung der Augeninnendruckproblematik kommen kann.Daher verfolgt Implandata mit seinen medizinischen Beratern die Strategie der extraokularen Platzierung des Mikrosensors mit dem Namen EYEMATE-EO. Der Sensor wird minimalinvasive in oder unter der Lederhaut des Auges platziert, kann hier permanent verbleiben, mutmaßlich ohne jegliche Beeinträchtigung des Patienten. Initial wird der EYEMATE®-EO in Kombination mit ohnehin erforderlichen glaukomchirurgischen Eingriffen, wie einer Kanaloplastik oder der Platzierung eines Glaukom-Ventils, mit implantiert. Langfristig wird es aber aufgrund von sehr schonenden Operationstechniken möglich sein, den EYEMATE®-EO bereits im sehr frühen Glaukomstadium, unabhängig von anderen chirurgischen Eingriffen, zu platzieren. Auch bei Glaukom-Patienten gilt: je früher mit der Krankheitsüberwachung begonnen wird, desto höher die Chance Folgeschäden, wie allmähliche Sehverluste oder gar Erblindung, zu vermeiden. Aktuell befindet sich der EYEMATE®-EO Mikrosensor in der präklinischen Testung. Die bislang vorliegenden Ergebnisse sind so vielversprechend, dass mit einer ersten klinischen Studie in naher Zukunft gerechnet werden kann.

Mit diesen unterschiedlichen Produktstrategien kann Implandata alle möglichen Glaukom-Situationen und chirurgischen Präferenzen adressieren. Künftig wird auch die Kombination des EYEMATE® Mikrosensors mit therapeutischen Implantaten, wie Intraokularlinsen, Glaukom-Stents, Glaukom-Ventile oder gar die Realisierung von Closed-Loop-Systemen für die patientenunabhängige Glaukom-Therapie realisierbar sein.

EYEMATE Produktpipeline

 

Nähere Informationen zu EYEMATE® erhalten Sie unter:

www.my-eyemate.com